Sanierung und Instandhaltung
Wie lange ein neuer Anstrich auf einem Blechdach hält, hängt vom Zustand des Blechs und der Altbeschichtung ab. Bestimmen Sie die vorhandene Beschichtung, entfernen Sie lose Schichten und beheben Sie Schäden. Wählen Sie ein für diesen Untergrund zugelassenes Beschichtungssystem. Prüfen Sie Bleche, Anschlüsse und Befestigungen und klären Sie die Ursache von Wasserflecken. Löcher, fehlerhafte Überdeckungen und geschwächte Auflager müssen vor dem Anstrich instand gesetzt werden. Bei großflächiger Korrosion lohnt ein Kostenvergleich mit dem Austausch betroffener Bleche. Der ausführende Fachbetrieb sollte den Untergrund beurteilen, sichere Dachzugänge planen und die Witterung für Auftrag und Trocknung prüfen.

Eignet sich das Dach für eine Neubeschichtung?
Prüfen Sie zuerst Bleche, Kantteile und Befestigungen. Ein neuer Anstrich kann die Oberfläche erneuern. Bei Durchrostungen, fehlerhaften Überdeckungen oder geschwächten Auflagern sind zusätzliche Reparaturen erforderlich. Gehen Sie der Ursache von Wasserflecken nach. Ist ein großer Teil der Deckung stark korrodiert, vergleichen Sie die Kosten der Sanierung mit denen eines Austauschs.
Lassen Sie den ausführenden Fachbetrieb festlegen, welche Stellen gereinigt, grundiert oder ersetzt werden müssen. Diese Arbeiten gehören ins Angebot. Die Untergrundvorbereitung kann mehr Zeit beanspruchen als der Auftrag der Deckbeschichtung.
Wie lässt sich die vorhandene Beschichtung bestimmen?
Kaufunterlagen, Produktdatenblätter und aufbewahrte Muster helfen bei der Bestimmung. Verzinktes Blech ohne organische Beschichtung erfordert eine andere Vorbereitung als werkseitig beschichtetes Blech. Klären Sie auch, ob das Dach schon einmal gestrichen wurde. Mehrere unbekannte Schichten erschweren die Beurteilung von Haftung und Verträglichkeit.
Prüfen Sie im technischen Datenblatt die zugelassenen Untergründe und Einsatzgrenzen. Ist die Altbeschichtung unbekannt, sind eine Probefläche oder eine technische Beratung sinnvoll. Auch bei einer als universell bezeichneten Farbe ist die Eignung für das konkrete Dach zu prüfen.
Wie reinigt man das Dach, ohne intakte Beschichtungen zu beschädigen?
Entfernen Sie Laub und lose Ablagerungen mit einem für die Beschichtung geeigneten Verfahren. Wählen Sie das Reinigungsmittel nach Untergrund und Verschmutzung. Beachten Sie Verdünnung, Einwirkzeit und Vorgaben zum Nachspülen. Manche Mittel dürfen vor dem Abspülen nicht antrocknen. Rückstände können die Haftung der neuen Schicht beeinträchtigen.
Drücken Sie kein Wasser unter Überdeckungen und Anschlussbleche. Schützen Sie angrenzende Flächen vor Schmutz und ablaufendem Reinigungsmittel. Lassen Sie die Deckung nach den Vorgaben des Beschichtungssystems trocknen. Auch wenn die Blechoberseite trocken aussieht, kann an Schrauben, Überdeckungen und in Profiltälern Feuchtigkeit zurückbleiben.
Was tun bei Rost und abblätternder Farbe?
Entfernen Sie schlecht haftende Schichten in dem Umfang, den die Untergrundprüfung ergibt. Lose Altbeschichtungen können sich auch unter einem neuen Anstrich weiter ablösen. Bereiten Sie Roststellen nach den Vorgaben des Sanierungssystems vor. Unnötiges Abschleifen intakter Flächen kann den vorhandenen Korrosionsschutz beschädigen.
Freigelegte Stellen benötigen gegebenenfalls eine zur Deckbeschichtung passende Grundierung. Prüfen Sie die Verträglichkeit, bevor Sie Produkte kombinieren. Zeigen sich nach der Reinigung erhebliche Querschnittsverluste, muss zuerst die Reparatur oder der Austausch geklärt werden. Eine Beschichtung stellt weder die verlorene Blechdicke noch die Tragfähigkeit wieder her.
Warum zuerst eine Probefläche anlegen?
Eine kleine Probefläche gibt Aufschluss über Haftung, Oberflächenbild und Reaktion der Altbeschichtung. Wählen Sie eine repräsentative Stelle. Wurden einzelne Dachflächen unterschiedlich repariert, können mehrere Proben nötig sein. Zeitpunkt und Verfahren der Prüfung richten sich nach den Angaben des Systemanbieters.
Beurteilen Sie den Farbton bei Tageslicht. Auf einer großen geneigten Dachfläche kann er anders wirken als auf dem Farbmuster. Klären Sie die erforderliche Schichtzahl und Schichtdicke. Berücksichtigen Sie bei der Mengenermittlung neben der angegebenen Ergiebigkeit auch Profil, Auftragsverfahren und Untergrundzustand.
Welche Witterung eignet sich für den Anstrich?
Maßgeblich sind die Grenzwerte im Datenblatt für Luft-, Untergrund- und Materialtemperatur sowie Luftfeuchte. Sie gelten auch während der Trocknung. Tau, nächtliche Abkühlung und Regen können das Ergebnis beeinträchtigen. Bei starker Sonne kann sich das Blech trotz angenehmer Lufttemperatur zu stark aufheizen.
Halten Sie die vorgeschriebenen Wartezeiten zwischen den Schichten ein. An einem kühlen, feuchten Tag kann die Trocknung länger dauern als unter Laborbedingungen. Der Fachbetrieb sollte die tatsächlichen Bedingungen überwachen und die verwendeten Materialien dokumentieren. Ein überhasteter Auftrag kurz vor Regen kann die sorgfältige Vorbereitung zunichtemachen.
Was gehört in den Auftrag und zur Abnahme?
Halten Sie Untergrundvorbereitung, Reparaturen, Beschichtungssystem, Anzahl der Schichten und Dachzugang im Auftrag fest. Dacharbeiten erfordern eine Absturzsicherung. Nasse und frisch beschichtete Bleche bieten keinen sicheren Stand. Fenster, Fassaden, Rinnen und angrenzende Flächen müssen vor Verschmutzung geschützt werden.
Prüfen Sie bei der Abnahme, ob die Beschichtung durchgängig ist. Achten Sie auf schwer zugängliche Stellen und die Bereiche um Befestigungen. Der Farbeindruck vom Boden aus reicht für die Beurteilung nicht aus. Bewahren Sie Produktunterlagen, Chargennummern und Fotos des vorbereiteten Untergrunds auf. Vereinbaren Sie den Termin für die erste Kontrolle und das spätere Reinigungsverfahren.

